Von der Praxisphilosophie zu gestuften Veröffentlichungsoberflächen
Ein stabiler Wissenskern sollte nicht für jede Veröffentlichung neu erfunden werden. Unterschiedliche Texte erfüllen unterschiedliche Aufgaben und benötigen unterschiedliche Verdichtung.
Eine sinnvolle Staffelung ist:
1. Manifest und Grundhaltung – Wer sind wir, warum gibt es diese Arbeitsweise und wofür stehen wir? 2. Praxisprinzipien – kurze interne und externe Leitlinien für Entscheidungen. 3. Ausführliche Hintergrundknoten – nachvollziehbare Erklärung der medizinischen Denkweise. 4. Homepage-Oberflächen – kurze, patientennahe Zugänge wie „Wie wir arbeiten“, „Wann Menschen zu uns kommen“ oder „Wie wir Entscheidungen treffen“. 5. Patienteninformationen – einzelne Fragen verständlich vertiefen.
Mehrere Perspektiven dürfen zunächst parallel entwickelt werden. Ein sachlicher Text und ein stärker patientenzentrierter Text können unterschiedliche Wahrheiten sichtbar machen. Erst danach werden die stärksten Gedanken konsolidiert.
Erst Erkenntnis stabilisieren, dann für den jeweiligen Zweck verdichten.
So bleibt die Tiefe des Wissens erhalten, während jede Oberfläche nur so viel zeigt, wie für ihren Zweck hilfreich ist.