Gemeinsame Entscheidungen verbinden medizinisches und persönliches Wissen
Gute Entscheidungen verbinden zwei Wissensarten.
Die medizinische Seite bringt Fachwissen, Erfahrung, Evidenz, Risikoabwägung und mögliche Handlungswege ein. Der Patient bringt Wissen über seine Beschwerden, seinen Alltag, seine bisherigen Erfahrungen, seine Ziele, Belastungsgrenzen und Prioritäten ein.
Gemeinsame Entscheidung bedeutet nicht, ärztliche Verantwortung auf den Patienten zu übertragen. Sie bedeutet, die medizinisch sinnvollen Möglichkeiten verständlich zu machen und ihre Bedeutung gemeinsam auf die konkrete Lebenssituation zu beziehen.
Dabei werden Nutzen, Risiken, Unsicherheiten und Alternativen offen besprochen.
Eine gute Entscheidung ist medizinisch begründet und zugleich im Leben des Menschen tragfähig.