Prävention beginnt mit dem Verstehen von Entwicklungen
Prävention bedeutet nicht nur, eine bereits entstehende Erkrankung möglichst früh zu entdecken.
Sie fragt auch:
- Welche Prozesse laufen möglicherweise bereits ab?
- Welche Bedingungen fördern Gesundheit?
- Welche Bedingungen erschweren Regulation, Erholung und Stabilisierung?
- Welche veränderbaren Hebel lassen sich erkennen, bevor bleibende strukturelle Veränderungen entstanden sind?
Viele chronische Entwicklungen entstehen über längere Zeiträume. Dabei können Starterfaktoren, Verstärker, Auslöser, funktionelle Veränderungen und schließlich messbare oder strukturelle Erkrankungen ineinandergreifen.
Nicht jede kleine Abweichung ist krankhaft und nicht jede funktionelle Veränderung muss behandelt werden.
Entscheidend ist, wiederkehrende Muster im Verlauf zu erkennen und zu prüfen, ob daraus eine sinnvolle, verhältnismäßige Handlung folgt.
Prävention bedeutet nicht nur, Krankheit früher zu erkennen.
Prävention bedeutet auch, Gesundheit früher zu verstehen.
Diese Sichtweise verbindet Prävention mit Regulation, Verlauf, funktioneller Beobachtung, Lebensbedingungen und der Frage, unter welchen Bedingungen der Organismus seine Fähigkeiten zur Anpassung, Erholung und Stabilisierung möglichst gut nutzen kann.