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BM-142 – Erkenntnis in der Medizin ist untrennbar mit Verantwortung verbunden

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Erkenntnis in der Medizin ist untrennbar mit Verantwortung verbunden

In der Medizin ist der Gegenstand unserer Erkenntnis zugleich Person und Träger unveräußerlicher Würde.

Deshalb kann medizinische Erkenntnis nicht losgelöst von Verantwortung, Respekt und Fürsorge entstehen.

Die entscheidende Frage lautet nicht nur:

Was können wir lernen?

Sondern gleichzeitig:

Wie dürfen und wie sollen wir lernen, ohne den Menschen zum bloßen Mittel unserer Erkenntnis zu machen?

Beobachtung, Diagnostik und therapeutische Versuche benötigen deshalb Grenzen: Nutzen und Risiko, Einwilligung, Belastbarkeit, Reversibilität, Transparenz und die Lebenswirklichkeit des Menschen müssen mitbedacht werden.

Das Leben antwortet auf Interventionen. Zugleich ist es uns anvertraut.

Diese doppelte Verpflichtung verbindet Wissenschaft und Ethik unmittelbar miteinander.