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BM-140-01 – Entlastung allein macht nicht gesund

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Entlastung allein macht nicht gesund

Belastungen zu erkennen und zu reduzieren kann ein wichtiger Teil medizinischer Behandlung sein.

Doch die Abwesenheit einer Belastung ist noch nicht dasselbe wie Gesundheit.

Ein Mensch kann weniger belastet sein und dennoch wenig Energie, geringe Belastbarkeit, eingeschränkte Regulation oder unzureichende Reserven besitzen.

Deshalb braucht therapeutisches Denken zwei Richtungen:

- Belastendes vermindern. - Tragendes und Regeneratives aufbauen.

Weniger Belastung schafft Raum. Gesundheit entsteht, wenn dieser Raum für Regulation, Regeneration und Entwicklung genutzt werden kann.

Therapie kann deshalb nicht nur Hindernisse entfernen. Sie kann Bedingungen schaffen, unter denen Fähigkeiten, Reserven und Belastbarkeit wieder wachsen.

Ein hilfreicher Doppelblick lautet:

Was belastet den Organismus und kann sinnvoll reduziert werden?

und zugleich:

Welche Fähigkeit, Reserve oder Ressource kann aufgebaut werden?

Entlastung und Aufbau sind damit zwei Seiten eines therapeutischen Entwicklungsprozesses.