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BM-133 – Therapeutische Steuerung als lernender Regelkreis

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Therapeutische Steuerung als lernender Regelkreis

Therapeutische Steuerung bedeutet nicht, einen einmal festgelegten Plan unabhängig von der Reaktion des Menschen abzuarbeiten.

Sie bedeutet:

1. eine begründete Ausgangshypothese bilden, 2. eine angemessene Intervention wählen, 3. relevante Zielgrößen und Beobachtungen festlegen, 4. die biologische Antwort erfassen, 5. Wirkung, Nebenwirkung und Nichtwirkung interpretieren, 6. das Verständnis und die nächste Maßnahme anpassen.

Dieser Kreislauf wiederholt sich.

Gute Therapie ist nicht nur Anwendung von Wissen. Sie ist ein lernender Prozess mit Rückmeldung aus der Wirklichkeit.

Dabei muss nicht jede Veränderung auf die Intervention zurückzuführen sein. Spontanverlauf, Regression zur Mitte, Kontext, Erwartung, Begleitmaßnahmen und Messschwankungen müssen mitbedacht werden.

Je klarer Ziel, Zeitraum und Beobachtung definiert sind, desto besser kann aus einer therapeutischen Reaktion gelernt werden.