Therapie als Entwicklungsbegleitung und überprüfbarer Erkenntnisprozess
Therapie ist nicht nur die Auswahl und Anwendung einer Maßnahme.
Sie begleitet eine Entwicklung.
Eine Intervention beruht zunächst auf Wissen, Erfahrung, Plausibilität und einer begründeten Hypothese. Danach beginnt die entscheidende Beobachtung:
Wie antwortet der Organismus tatsächlich?
Deshalb wird gefragt:
- Was soll sich verändern? - Welche Funktion oder Fähigkeit soll unterstützt werden? - Welche Reaktion erwarten wir? - Woran erkennen wir Nutzen oder Überforderung? - Welche unerwünschten Wirkungen treten auf? - Muss Dosis, Reihenfolge oder Kombination verändert werden? - Kann Unterstützung später wieder reduziert werden?
Gute Therapie endet nicht mit der Entscheidung für eine Behandlung. Dort beginnt die Beobachtung ihrer tatsächlichen Wirkung.
Die Maßnahme setzen wir. Die Wirkung zeigt uns der Organismus.
Therapeutische Reaktionen können Hypothesen stützen oder infrage stellen. Sie beweisen für sich allein keine Diagnose.
Diese Medizin begleitet deshalb nicht nur Therapien. Sie begleitet die Reaktion des Organismus auf Therapien und passt den weiteren Weg daran an.