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BM-034 – Ehrfurcht und Achtung vor dem Leben

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Ehrfurcht und Achtung vor dem Leben

Medizin erforscht nicht nur eine Sache. Sie begegnet lebendigen Menschen.

Der Mensch ist zugleich biologisches Wesen und Person. Er besitzt Würde, eigene Ziele, Verletzlichkeit und das Recht, nicht bloß als Mittel für Erkenntnis oder als Träger eines Defekts behandelt zu werden.

Daraus folgt eine doppelte Verpflichtung:

In vielen Experimenten können Bedingungen gezielt verändert werden, um Gesetzmäßigkeiten sichtbar zu machen. In der Medizin sind solche Veränderungen ethisch begrenzt, weil mögliche Erkenntnis niemals automatisch Vorrang vor Schutz und Wohl des Menschen erhält.

Der Mensch ist nicht nur Gegenstand medizinischer Erkenntnis. Er ist das Gegenüber, dem diese Erkenntnis dienen soll.