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BM-020 – Charta der Biologischen Medizin

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Charta der Biologischen Medizin

Die Charta verdichtet die tragenden Grundsätze der Biologischen Medizin.

1. Das Leben steht im Mittelpunkt. Der Mensch ist ein lebendiges, komplexes und sich entwickelndes System. 2. Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit. Sie zeigt sich auch in Regulation, Anpassung, Erholung, Entwicklung und Teilhabe. 3. Krankheit wird als Zustand und Entwicklung betrachtet. Diagnosen bleiben wichtig, erklären aber nicht immer den gesamten Weg einer Erkrankung. 4. Die Wirklichkeit hat Vorrang vor dem Modell. Modelle dienen dem Verstehen und müssen korrigierbar bleiben. 5. Erkenntnis entsteht im Dialog mit dem Leben. Beobachtung, Messung, Erfahrung und Rückmeldung werden miteinander verbunden. 6. Information braucht Bedeutung. Daten werden erst durch Zusammenhang, Verlauf und Einordnung handlungsrelevant. 7. Wissenschaftliche Erkenntnis und Individualität gehören zusammen. Allgemeine Evidenz bildet den Rahmen; die konkrete biologische Antwort des Menschen bleibt entscheidend für die weitere Steuerung. 8. Therapie wird überprüft. Die Entscheidung für eine Maßnahme ist der Beginn ihrer Beobachtung, nicht das Ende des Denkens. 9. So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Diagnostik und Therapie sollen zielgerichtet, verhältnismäßig und möglichst nachvollziehbar sein. 10. Der Mensch ist Partner. Ziele, Erfahrungen, Werte und Lebensbedingungen gehören in Entscheidungen hinein. 11. Unsicherheit wird benannt. Beobachtung, Hypothese, Wahrscheinlichkeit und gesicherte Erkenntnis werden unterschieden. 12. Medizin bleibt lernfähig. Neue Beobachtungen dürfen frühere Annahmen verändern.

Biologische Medizin ist die Medizin lebendiger Systeme – im Dialog mit dem Leben.